• Journalismus und Einblicke zweier Kulturen...

    Einträge von Teresa Torres-Heuchel

    Der Che Guevara im bolivianischen Journalismus

    „Che, una cabalgata sin fin“ ist ein Buch, das „La guerrilla que contamos“ durch Reportagen, Chroniken und Essays ergänzt, in der Zeit voranschreitet und versucht, einige der verborgenen Einzelheiten des Guerillaabenteuers in Bolivien aufzudecken. Veröffentlichungen, die nicht beabsichtigen, Literatur zu schreiben sondern versteckte Bereiche einer langen und alten Geschichte zu enthüllen versuchen und dabei auf klassische Genre des Journalismus und neue Informationsquellen zurückgreifen….

    Wie das Leben so spielt

    Inmitten der endlosen politischen Nachrichten, die Bolivien seit jeher überschwemmen, weckt diese menschlich-unmenschliche Meldung Mitgefühl und Sensationslust zugleich. Die Schlagzeilen und Meldungen enthüllten eine herzlose Familie, in Schwarz gekleidet und in Trauer getarnt, die in den Startlöchern stand, um sich auf das vermeintliche Erbe zu stürzen, das die Verstorbene hinterlassen würde, wenn diese erst einmal gänzlich erkaltet wäre…

    Typica, wo Relax und Recycling zu Hause sind

    Ein Lokal, das im Südteil der Stadt schnell an Popularität gewonnen hat. Typica ist ein Café mit jugendlichem Ambiente, das auf recyceltes Mobiliar und Sitzbezüge in andinen Farben setzt sowie auf Geschirr aus Omas Zeiten, vermischt mit neuen Elementen, die jedoch einen Hauch von Nostalgie und Vergangenheit mitbringen. Der Effekt: Ein Ort, dessen Interieur sehr fotogen und gemütlich ist…

    Über bolivianische Bücher und Literatur

    ¿Wer sind die aktuellen Protagonisten auf dem bolivianischen Verlagsmarkt? Mehr Titel, mehr Verlage, mehr Wettbewerbe und mehr Messen sind die Bestandteile eines der Kulturphänomene, die in den letzten Jahren in der lokalen Literatur am deutlichsten zu spüren waren. Unabhängig von den preisgekrönten Autoren ist der transzendentale Held der bolivianischen Literatur jedenfalls noch nicht erschienen, auch wenn er vielleicht schon in den Kinderschuhen steckt…

    Süße Crêperie

    La Crêperie, ein gemütlicher Ort, der verschiedene kulturelle Einflüsse vereint, um der Nachfrage einer Stadt gerecht zu werden, die offensichtlich immer offener gegenüber neuen Angeboten wird. Ein Plus für das Viertel von San Miguel, verführerisch für Gaumen und Auge; Treffpunkt von kleinen und großen Welten…

    Colonia del Sacramento: Fado da saudade

    Reisen wie mit 20 (Teil VI)

    Ich weiß, dass die Zeit nicht stehen bleibt/Die Zeit ist etwas Seltsames/Und die Menschen merken dies erst/wenn sie schon vorbei ist, wiederholt die portugiesische Sängerin Mariza in dem Fado „O Tempo Não Pára“. Der Text und die Melodie gingen mir nicht mehr aus dem Kopf, als ich die Altstadt von Colonia betrat. Eine kleine Stadt in Südamerika…so völlig aus dem Kontext gerissen! Sofort hatten wir das Gefühl, irgendwo in Portugal zu sein…

    Konversion

    Der Wassermangel in einer Stadt, die keine natürlichen Wasserquellen mehr hat, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, hat seine weniger sichtbare – und schlimmere Seite – in alltäglichen Aspekten wie die der persönlichen und häuslichen Hygiene…

    „El Vagón del Sur“ der bolivianischen Küche

    Die Zeit, das Engagement seiner Eigentümer und die Wertschätzung der typischen Speisen: eine Bewegung, die in Peru ihren Anfang nahm und Südamerika seit über einem Jahrzehnt durchquert taten ihr Übriges. Derzeit ist „El Vagón del Sur“ eine Referenz der bolivianischen Qualitätsküche; ein Ort, um ausländische Besucher einzuladen oder für das sonntägliche Familientreffen…

    Textilreise durch Bolivien

    Unter den Mitgliedern der Gemeinschaft der Layme im Norden Potosís wird das Prestige einer Frau an ihrer Webfähigkeit gemessen. Wenn die Männer eine Ehefrau suchen, wählen sie diejenige, die viele, gut gearbeitete Textilien trägt. Hinter den Mauern des kleinen Textilmuseums “Museo de Textiles Andinos Bolivianos” (MUTAB) im Stadtviertel Miraflores von La Paz finden sich diese ländlichen Realitäten zusätzlich zu den ausgestellten Kleidungsstücken, Textilien, überladen mit Symbolik in Farbe und Repräsentation; die wechselnde Ikonographie der bolivianischen Andenwelt…

    Wenn die bikulturelle Erziehung Geschichte macht

    Die Deutsche Schule in Santa Cruz de la Sierra wurde 1936 auf Initiative einer kleinen deutschsprachigen Gemeinde in einer Stadt mit 25 Tausend Einwohnern ins Leben gerufen, gelegen vor den Toren des Amazonas, in einem Land, das gerade einen Krieg hinter sich hatte. Ein abgeschiedener Ort für ein Land wie Deutschland, für das in eben diesen Jahren eine der unheilvollsten Epochen seiner Geschichte ihren Anfang nahm…

    Reiten im Land der Lamas

    Aber existiert denn eine Welt der Pferde auf 3.600 m Höhe? Ja, so seltsam das auch klingen mag, es gibt ein kleines Pferdereich auf einem Gelände, das eher mit Lamas zu harmonieren scheint. Es ist die Welt der Dressurschulen der Stadt, die Geschichte und Memoiren des lokalen Reitsports sowie die Dynamiken des Pferdean- und -verkaufs; jenes Unsichtbare bei den Reitturnieren am Wochenende, wo die Rosetten und Preise, die die Gewinner schmücken, nur den gegenwärtigen Moment aufzeigen…

    Buenos Aires ganz natürlich: Begegnung mit dem Tigre

    Reisen wie mit 20 (Teil V)

    An jenem Dezembertag war es bereits 5 Uhr nachmittags als wir uns auf den Rückweg machten und die Sonne sämtliche Ausblicke sanft vergoldete. Verlassene Boote und in die Jahre gekommene Villen, bedeckt von einem Hauch an Nostalgie und nur von ortsfremden Augen wahrzunehmen. Das Treiben, das an einem Sonntagnachmittag, der für uns hätte ewig andauern können, langsam zur Ruhe kam. Die Gegenwart, die Vergangenheit, die Zukunft ohne Grenzen in dieser unsichtbaren Atmosphäre an den Ufern des Tigre…

    Salta, San Lorenzo und Weinspritzer

    Reisen wie mit 20 (Teil IV)

    Es war fast Mittag und es gab reichlich in einheitliche weiße Kittel gekleidete Schülergruppen, die sicherlich auf dem Heimweg waren. Salta, wenn auch kolonial, hatte etwas von einer großen Stadt aus dem bolivianischen Süden oder dem chilenischen Norden: Hauptstraßen voll lärmendem Handel und ruhigen Geschäften, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein schien. Ich konzentrierte mich auf die hübschen Frauen, die die Kraft eines Erdbebens in ihrem Blick einzufangen schienen. Am Nachmittag besuchten wir ein paar interessante historische Stätten. Vor allem aber suchten wir Schatten in der Vergangenheit auf der Flucht vor der Sonne der Gegenwart, die einen zwang, an einem kühlen Ort Zuflucht zu nehmen…

    Andenzuggeschichten

    Reisen wie mit 20 (Teil III)

    Unser Zug fuhr stetig bergab und wand sich zwischen Wänden aus rötlicher Erde und Steinen hindurch. Manchmal fuhren wir über kurze enge Passagen und manchmal grüßte uns ein dunkler Fluss, der uns mit dem Glitzern seines Wassers zu begleiten schien. Die Berge nahmen bereits Farbe an, während ihre Schatten von der Sonne verschlungen wurden. Die Cañons und die steilen Wände verschlangen uns. Ein wolkenloser Himmel im morgendlichen Blau, das dem Licht langsam nachgab. Wir vernahmen die Stahlschlange in vollem Gange. Die versprochene Landschaft lag vor uns: „Am Río de La Plata“ und seine ganze Szenerie…

    Mit dem Rucksack und Bus auf der bolivianischen Hochebene

    Reisen wie mit 20 (Teil II)

    Der Nachmittag strahlte vor Sonne und die Temperatur im Bus heizte sich auf. Wir fuhren weiter, ohne das Stadtgebiet von El Alto zu verlassen, allerdings kamen wir jetzt schneller voran auf einer Straße, die von hohen, unverputzten Backsteinhäusern und anderen, niedrigeren und ärmlicher wirkenden Häusern gesäumt war, Wohnstätten aus Lehmziegeln und mit politischen Manifesten bekritzelte Wände. Ich ging davon aus, dass das wohl so sein musste: In Bolivien atmet man die Politik ein und die Mauern der armen Viertel schwitzen Parteilichkeit aus…

    Reisen wie mit 20

    Reisen wie mit 20 (Teil I)

    Es war Dezember 2012 und ich hatte den Rucksack bereits parat. Von La Paz aus über Oruro und den Salzsee von Uyuni in Bolivien, Salta und Buenos Aires in Argentinien bis Colonia del Sacramento in Uruguay. Über 2.500 Kilometer auf Straßen, Schienen und Flüssen. Zu Beginn dieser Fahrt war es unmöglich abzusehen, dass das Schicksal uns kurz vor Weihnachten als ein Augenzwinkern bzw. Geschenk des Lebens eine „biblische Erfahrung“, im Format des 21. Jahrhunderts, bereit halten würde. Aber jetzt lieber Schritt für Schritt…

     

     

     

     

     

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